Verwertungsgesellschaften in Österreich für massive Preiserhöhungen bei Festplatten verantwortlich

Die österreichischen Verwertungsgesellschaften haben es wieder einmal geschafft besonders negativ aufzufallen. Dank ihren ungerechtfertigten zusätzlichen Abgaben (“Urheberrechtsabgaben”) für Festplatten müssen Computer-Händler in Österreich ab den 1. Oktober 2010 vom Konsumenten deutlich mehr verlangen. So wurden zum Beispiel Festplatten für Desktop-Computer mit einer Größe über 500 GB um 22,5 € (Autonomer Tarif teurer).


Erklärung: Kategorie – Größe – Vertragstarif – Autonomer Tarif (Auszug aus PDF der austromechana)

Festplatten in / für

Desktop-Computer

bis 500 GB

über 500 GB

€ 12,00

€ 15,00

€ 18,00

€ 22,50

Festplatten / Fest-speicher in / für mobile(n) Compu-ter(n), Notebooks, Netbooks, Tablet u.a. bis 500 GB

über 500 GB

€ 12,00

€ 15,00

€ 18,00

€ 22,50

Externe

Festplatten

bis 500 GB

bis 1.000 GB über 1.000 GB

€ 12,00

€ 15,00

€ 18,00

€ 18,00

€ 22,50

€ 27,00

Externe Multimedia Festplatten

ohne Recording Funktion

bis 250 GB

bis 500 GB

bis 750 GB

bis 1.000 GB

über 1.000 GB

€ 17,10

€ 19,40

€ 22,50

€ 24,30

€ 24,30

€ 25,65

€ 29,10

€ 33,75

€ 36,45

€ 36,45

Die Verwertungsgesellschaften Austro Mechana, Literar-Mechana, LSG, VAM, VBK, VDFS und VGR schaden damit jeden Festplattenkäufer und verzerren den Wettbewerb mit Hardware in Österreich. Es wird nicht verwunderlich sein, wenn Konsumenten Ihre Festplatten nun mehr im Ausland bestellen. Über das, warum diese Gesellschaften auch hier mitschneiden wollen, lasse ich mich gar nicht aus. Darüber kannst du bei heise.de und derstandard.at nachlesen. Hoffentlich kann die WKO und AK gegen diese neuen Gebühren etwas anrichten. Zur Zeit wäre es für Konsumenten in Österreich ratsamer mit Festplattenkauf zu warten oder gleich über das Internet in Deutschland zu ordern.

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