Ditech muss schließen: Sanierungsverfahren gescheitert

DiTech GmbH steht vor dem Zusperren. Der bestellte Insolvenzverwalter hat entsprechend der Insolvenzordnung den notwendigen Schritt gesetzt und einen Antrag auf Schließung des Unternehmens bei Gericht eingebracht. Gespräche mit potentiellen Investoren führten zu keinem positiven Ergebnis, Ditech war es auch nicht gelungen, über einen Investor das dringend benötigte frische Kapital zu beschaffen.

Aktuell ist die Webseite von Ditech sehr überlastet, eventuell vom Ansturm von Käufern, die an der abverkauften Ware interessiert sind.

Aus Sicht vom KSV1870 wird es rasch zu einer geordneten Liquidation kommen und  ein genereller Abverkauf der vorhandenen Handelsware an allen derzeit noch offenen Standorten stattfinden.
In weiterer Folge werden die einzelnen Filialen geschlossen werden. 250 Arbeitnehmer sind davon betroffen.

Gläubiger der Firma DiTech GmbH können ihre Forderungen im Insolvenzverfahren beim Handelsgericht Wien, Marxergasse 1a, 1030 Wien, zur GZ: 28 S 29/14i, zur Anmeldung bringen.
Die Anmeldung hat zweifach zu erfolgen, die Eingabegebühr für die Anmeldung beträgt € 22,-. (Quelle Ditech Webseite)

Ditech, der österreichische Computerhändler mit Filialen in ganz Österreich, hatte am 24 März 2014 Insolvenz beim Handelsgericht Wien angemeldet. Laut KSV1870 erwirtschaftete Ditech 28% seines Umsatzes über seinen Internetshop. Als Gründe für die Insolvenz werden der starke Wachstumskurs ohne eine Deckung einer externen Finanzierung angegeben. Auch die Marge, der immer öfter verkauften Smartphones und Tablets, waren deutlich geringer als bei PC’s und Laptops.

Beim Unternehmen waren  254 Dienstnehmer beschäftigt, rund 1250 Gläubiger waren von der Insolvenz betroffen. Ditech hatte Schulden in der Höhe von 30 Mio. Euro. Demgegenüber standen laut der Firma Aktiva im Wert von rd. EUR 16 Mio. stehen.

dimotion in Konkurs

Dimotion, Tochter des in Insolvenz geratenen Computer-Händlers DiTech, ist in Konkurs. Das Konkursverfahren wurde am 14. März 2014 am Handelsgericht Wien beantragt. Die dimotion GmbH stellte PC-Systeme und Notebooks unter der Eigenmarke „dimotion“ in Österreich / Wien her und führte das gesamte Assembling, den Zusammenbau von Servern, PC-Systemen und Laptops für DiTech unter der Eigenmarke „dimotion“ durch.

Laut Schuldnerangaben ist die Abhängigkeit von der ebenfalls in wirtschaftlichen Problemen befindlichen Muttergesellschaft DiTech GmbH die Ursache für das Eingeständnis der Zahlungsunfähigkeit. Es bestehen laut KSV1870 Lieferantenverbindlichkeiten in der Höhe von circa 605.000 Euro.

Aktuell ist es sehr unsicher, ob für dimotion ein Sanierungsverfahren beantragt wird.

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