Schülertests: Datenleck beim Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE)



Ein großes Datenschutzproblem ist aktuell bei Schülertests vom Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE) bekannt geworden. Vertrauliche Datensätze von rund 400.000 Schülern aus der Informellen Kompetenzmessung (IKM) sind auf einem rumänischen Webserver aufgetaucht. Wie diepresse.com exklusiv berichtete, sind die Testergebnisse aus den Jahren 2011 und 2012 ohne Schutz und unverschlüsselt im Internet abrufbar gewesen. E-Mail Adressen von 37.000 Lehrern waren bei diesen Daten auch gespeichert gewesen. Man muss sich so nicht fragen, woher Spammer immer gültige E-Mail-Adressen her bekommen.

Laut dem Artikel über ein Leck bei den Schülertests geht der Skandal auch so weit, dass die Behörde bereits seit 18. Dezember über das Leck bescheid wusste (!), aber nicht reagierte. Anstatt das Problem zu lösen, wurde versucht die Aufklärung im Keim zu ersticken. So hielt man im BIFIE die Information nur für „die Drohgebärde eines in Unfrieden geschiedenen Vertragspartners“.

Man könnte fast meinen, dass folgende Reaktion der BIFIE Behörde auf die Meldung der Firma Zoe Solutions GmbH über das Leck am 18. Dezember typisch ist. Die „Die Presse“ schreibt dazu:

Das Schreiben habe „ein gewisses Staunen ausgelöst“, schrieben die Direktoren. Sollte es der Firma aber nicht möglich sein, die „Verstöße zu präzisieren“, werde das BIFIE gerichtlich gegen Zoe Solutions vorgehen. Noch eine harsche Bemerkung fand sich im Brief: „Im Übrigen ersuchen wir, zukünftig das unnötige Versenden von Kopien Ihrer Schreiben an die Frau Bundesminister [. . .] zu unterlassen.“

Nach der Berichterstattung in den österreichischen Medien wurde nun laut Aussagen des Instituts, dass Datenleck geschlossen.

 

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